Aktuelle Nachrichten
03.02.2012
Offshore-Ausschreibungsverfahren: Angebote eingereicht

Am 11. Januar wurde die im vergangenen Juli gestartete Offshore-Ausschreibung in Frankreich mit dem Einreichen der Angebote der Bewerber abgeschlossen. Das Konsortium um GDF Suez-Vinci-Areva hat verschiedene Bewerbungen für die Standorte von Tréport (hier ist das Konsortium der einzige Bewerber), Fécamp und Courseulles-sur-Mer eingereicht. Das Konsortium um GDF Suez-Vinci-Siemens hat ein Angebot für den Standort Saint-Brieuc eingereicht, während der Unternehmenszusammenschluss von EDF-Alstom-Poweo ENR-Nass&Wind-Dong Energy-WPD Offshore Angebote für die Standorte von Fécamp, Courseulles-sur-Mer, Saint-Brieuc und Saint-Nazaire eingereicht hat. Das letzte große Konsortium rund um Iberdrola-Eole Res-Areva-Technip-Neoen Marine hat sich auf die Standorte von Saint-Brieuc und Saint-Nazaire beworben. Der anvisierte Zeitplan, dessen Einhaltung erneut von der Regierung bekräftigt wurde und zugleich skeptisch von der Branche betrachtet wird, sieht die Ernennung der erfolgreichen Bewerber im April 2012 vor. Die Regierung plant zudem, zeitgleich weitere 3.000 MW Offshore-Kapazität auszuschreiben.
01.02.2012
Absenkung der PV-Tarife in Frankreich
Die französische Regulierungsbehörde für Energie (CRE) hat Ende des Monats für das 1. Quartal (1. Januar bis 31 März 2012) die Koeffizienten veröffentlicht, die zur Berechnung der neuen PV-Tarife für Anlagen ≤ 100 kV gelten. Daraus gehen erneute Absenkungen der Einspeisevergütungen hervor, die in Abhängigkeit der Zubaurate des vorhergehenden Quartals im jeweiligen Segment und für die jeweiligen Gebäudetypen berechnet werden. Im Segment gebäudeintegrierte Dachanlagen auf Wohnhäusern ≤ 36 kW wurden 38,20 MW installiert. Damit erfolgt eine Absenkung der Einspeisevergütungen von 4,5 %. Für Anlagen auf Gewerbedächern oder anderen Gebäuden bzw. vereinfacht integrierte Anlagen wurde aufgrund der Zubaus von 116,27 MW im letzten Quartal eine Tarifabsenkung von 9,5 % beschlossen. Die Tarife liegen somit zwischen 38,80 Cent/kWh für gebäudeintegrierte Privatanlagen und 21,37 Cent/kWh für einfach integrierte Anlagen auf allen Gebäuden. Eine vollständige Vergütungstabelle kann auf den Seiten von photovoltaique info aufgerufen werden.
01.02.2012
Ende Dezember 2011 rund 3 GW PV-Kapazität am Netz

Die französischen Verteilnetzbetreiber ErDF und EDF-SEI haben zu Beginn des Jahres die Zahlen der zum Ende des Jahres 2011 an das französische Stromnetz angeschlossenen PV-Anlagen bekanntgegeben. Demnach war Ende 2011 in
Frankreich insgesamt eine PV-Kapazität von 2.643 MW am Netz. Nach Berechnungen des französischen Solarverbands Enerplan hat sich die PV-Kapazität auf dem französischen Festland im Verlauf des Jahres 2011 nahezu verdreifacht.
Weiterhin hat das PV-Moratorium vom 9. Dezember 2010 sich klar auf die Reduzierung der in der Warteschleife befindlichen PV-Projekte ausgewirkt: die Anzahl der in der Warteschleife befindlichen Netzanschlussanträge ging im ersten Quartal des Jahres um 45 % zurück, im zweiten um 4,83 %, im dritten um 13,2 % und im letzten Quartal schließlich um 3,9 % zurück. Parallel dazu verringerte sich die Warteschleife in Überseegebieten im vierten Quartal um 14,47 %, nachdem sie im dritten bereits um 30 %, im zweiten um 7 % und im ersten Quartal um 46,2 % zurückgegangen war. In den Überseegebieten standen damit Ende 2011 Netzanbindungszusagen für eine Leistung von weniger als 166 MW aus. Landesweit lag damit eine PV-Kapazität von 1.697 MW in der Warteschleife.
31.01.2012
Der deutsche Atomausstieg
In Folge des deutschen Atomausstiegsgesetzes, das im Juli 2011 verabschiedet wurde, stellen sich viele Fragen rund um die Voraussetzungen und die Umsetzung der Energiewende. Vor diesem Hintergrund hat die Koordinierungsstelle Erneuerbare Energien eine Präsentation (auf Französisch) erstellt, die Informationen zu den Hintergründen, der Umsetzung und den Folgen der deutschen Energiewende zusammenstellt. Hervorgehoben wird in diesem Zusammenhang unter anderem, dass Deutschland trotz der Abschaltung von acht Kernkraftwerken im Frühjahr 2011 Nettostromexporteur bleibt. Näher dargelegt werden zudem Zahlen zu den Kosten der Erneuerbaren Energien, zu den Förderungen der verschiedenen Energieträger seit den 1970er Jahren sowie den Entwicklungen des Strompreises.
30.01.2012
Energietagung in Dünkirchen: Workshop zur Offshore-Windenergie

Die Koordinierungsstelle Erneuerbare Energien hat am 26. Januar 2012 an einem Workshop zu den wirtschaftlichen und sozialen Vorteilen der Offshore-Windenergie, der von der Unternehmensgruppe GDF-Suez im Rahmen der Energietagung „Assises de l’énergie“ im nordfranzösischen Dünkirchen organisiert wurde, teilgenommen. Mélanie Persem hat dort eine Präsentation über die Erfahrungen Deutschlands mit der Offshore-Windenergie (auf Französisch) gehalten. Bis 2020 sollen in Deutschland 75 Milliarden Euro investiert werden, um das von der Bundesregierung angestrebte Ziel von 25.000 MW Offshore-Windenergie im Jahr 2020 zu erreichen. Zu diesem Zeitpunkt dürfte sich die Nettobeschäftigung in der Offshore-Branche auf 30.000 Arbeitsplätze belaufen.
27.01.2012
Jahresbilanz Windenergie 2011

Den Ende Januar vom Deutschen Windenergie-Institut (DEWI) veröffentlichten Zahlen für das Jahr 2011 zufolge wurden im vergangenen Jahr 895 Windenergieanlagen (2010: 754) mit einer Leistung von 2.007 MW (2010: 1.551 MW) errichtet, von denen 238 MW (95 WEA) auf den Bereich Repowering entfielen. Der Gesamtzubau im Windenergiebereich 2011 entspricht einem Zuwachs von rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit beläuft sich die installierte Gesamtwindleistung in Deutschland nunmehr auf 29.075 MW. Entsprechend den von DEWI erhobenen Zahlen wurden im Offshore-Bereich 30 MW (6 WEA) zugebaut und 108,3 MW (33 WEA), die sowohl 2010 als auch 2011 errichtet wurden, ans Netz angeschlossen. Die Ende 2011 installierte Offshore-Kapazität erreichte damit 215,3 MW (55 WEA), wovon 200,3 MW (52 WEA) ans Netz angeschlossen sind. Bei der installierten Gesamtleistung führen die Bundesländer Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt die Liste an, während zu den ersten fünf Ländern mit den höchsten Zubauraten 2011 neben Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Brandenburg erstmals auch Rheinland-Pfalz und Bayern gehören. DEWI, der Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) und der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA Power Systems), die die Zahlen gemeinsam bekannt gaben, rechnen mit positiven Wachstumsraten im Windbereich für 2012.
"Schlussendlich führt kein Weg an der
"Gute Perspektiven für den mittelständischen Windmarkt in Deutschland wie in Frankreich"
"Die denzentrale Energieversorgung ist ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit"